ESV Dresden

Abt. Handball

Nach einem gestrigen herrlichen Wellnassnachmittag und völlig abstinentem (hüstelhüstel) Schlemmen beim Italiener startete ich heute zum zweiten Teil meines Projektes „Kindfrei mal drei“ (an dieser Stelle ein dickes Dankeschön und Lob an den Papa - aber das tut ja hier nichts zur Sache!). Denn heute geht’s auf ins beschauliche und verschneite Pyeongchangriesa zum olympischen Handballkracher des oberen Tabellendrittels (Olympia? Wie? Hab ich gar nicht mitbekommen! Und schon zweimal Gold für Deutschland, geil!). Dafür, dass für die Hinrunde ausgegeben war, vielleicht mit etwas Glück und Optimismus ab und zu ein paar Punkte gegen den Nichtabstieg zu sammeln, bis alle Invaliden und Gebärmaschinen zurück sind, läuft es doch eigentlich nicht so schlecht bisher.

Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber was ist eigentlich mit dem späten Vögelchen? (ESV - Radebeul)

 

Als allererstes das Wichtigste: Herzlich willkommen liebe Kerstin in unserer verrückten Vogel-Elfen Voliere – schön, dass du da bist.

 

So nun aber zum Versuch die oben gestellte Frage fachmännisch zu beantworten, denn die Elfenvögel durften nicht wie gewohnt um 17:00 Uhr ausfliegen und gegen Radedings antreten, sondern mussten sich bis 19:00 Uhr gedulden.

Hoffi allein zu Haus

Das letzte Wochenende stand mal wieder komplett im Zeichen des Handballs, so versuchte sich der ein oder andere am Freitagabend beim Allstar Game in Leipzig, oder vor der Mattscheibe auf dem heimischen Sofa noch ein paar Tricks und Kniffe für das Match am Samstag in Großenhain abzugucken. Allerdings nahmen die internationalen Akteure die ganze Veranstaltung eher weniger ernst und der Spielverlauf gestaltete sich lockerer als Omas ausgeleierte Schlüppergummis. Einzig Kretzsches Handball-Weisheiten konnte man teilweise für die eigene Spielvorbereitung gebrauchen. Am Wurfstand wurde noch fix die eigene Wurfgeschwindigkeit getestet bevor es wieder nach Dresden ging, das Ergebnis war eher mau, aber „DU BIST NUNMAL NICHT DU, WENN DAS HARZ FEHLT“. Apropos fehlendes Harz – kommen wir zurück zum Samstag.

Samstagvormittag wurden noch schnell die letzten Sitzplätze bei den Mannschaftsinternen Kraftfahrern gebucht und die Abreise Richtung Großenhain koordiniert. Eine schöne Reise sollte es trotzdem nicht werden, denn während der gesamten Fahrt war das Gejammer groß: „ohne Harz kann/will/spiel ich nicht“ … „da kann ich auch zu Hause bleiben“ … „dass es sowas auf Verbandsebene überhaupt gibt – unfassbar“ … „ich spiel heut auf Rechtsaußen, allemal besser als Rückraum ohne Harz“. Dem ein oder anderen bluteten schon die Ohren, als plötzlich folgende Nachricht im Whatsapp-Teamchat aufleuchtete: 

Der alte Gaul springt …

Den Rest des einleitenden Motivs kann sich jeder selbst ergänzen nach seinem Gusto. Zumindest musste sich der Schreiberling ob seiner genervten Mimik, solch seltsame Aussagen um die Ohren hauen lassen.

Nun gut, mal was von den sportlichen Dingen des Tages. Zu Gast der Tabellenletzte und damit eigentlich die Favoritenrollen verteilt. Zwei Punkte auf der Habenseite bisher bei den Gästen und natürlich einen davon von uns. Zudem die Rückkehr des sicher besten Halblinken der Liga ließen nichts Gutes erahnen. Zudem hatte die alte Lok diese Woche doch mit einigen Engpässen in der Personal -Bestückung zu kämpfen. Somit gab ein neuer Alter sein Debüt und zum Glück, kann man sagen.

Rosemunde Bilscher: Eine Ende kann eine Anfang sein….auch für Dich! (für ein Zucken im Zeh und ein spontanes Eins-Zwei-Tipp muss man sich an dieser Stelle nicht entschuldigen, das hat die Autorin im Land des Kaisers durchaus provoziert)

Julia K. ist ein zartes, hübsches und junges Ding, was dem Ruf der Heimat folgen wollte und ihre geliebten Elfen nunmehr verlassen musste. Es war an einem Samstag im grauen nebeligen Januar als wir sie und auch Elfe Andrea nicht umstimmen konnten und damit loslassen mussten. 

Woran hat’s gelegen … !?

Am Samstag war es dann mal wieder soweit. Nach einer Trainingswoche, die intensiver nicht hätte sein können, kam es um 19:00 zum Duell gegen den direkten Tabellengegner SSV Stahl Rietschen. Klar war von Anfang an, dass das Remi vom Hinspiel nicht ungesühnt bleiben kann und darf, insbesondere nicht in der mal wieder ausverkauften ESV Arena, in der die Stimmung wie gewohnt gerade zu überkochte. Nachdem sich auch der letzte umgezogen hatte und die DDR Trainingsjacke auf ihre Passgenauigkeit geprüft wurde, kam es Punkt 17:45 und keine Minute später zum gewohnten Einschwören auf den Gegner.

Kirsch oder Erdbeere, das ist hier die Frage

Gesprächsrunde am Mittwoch, gemeinsame Abendgestaltung am Vorabend des Spiels im Dresdner Hippie-Viertel, spannungsgeladenes Frühstück am Sonntag Morgen … die Woche konnte also beinahe nicht mehr besser werden.

Die Eisbahner fanden sich am Sonntagnachmittag in der Neustädter Sporthalle (die scheinbar noch auf Weihnachtsbeleuchtung eingestellt war) ein. Vorallem den Papas der Truppe war der fehlende Mittagsschlaf anzusehen. Also schnell noch nen Kaffee in die Taschen der Mannschaftskameraden gekippt und schon konnt's los gehen.

Die alten Weisheiten gelten immer noch

Zu besten Fernsehzeit wurden die Herren der Lok in die Dresdner Neustadt gebeten. Die Rahmenbedingungen sind ja altbekannt, keine Parkplätze und eine schöne Halle, bei der in der Planung einfach mal eine Reihe Lampen vergessen wurde. 

Auch das Team in schwarz war anwesend und hatte in der eigentlichen Heimhalle der Sporties ein Heimspiel, da von diesem Verein kommend. Kurze Wege für alle also. 

Pünktlich um 8 Uhr zum Sonntagmorgen trafen sich unsere gutgelaunten Minis mit Eltern und hungrigen Geschwistern in der heimischen Halle. Die Erwärmung zum Spiel erfolgte bei wunderschönem Sonnenaufgang. Die Sonne schaffte es sogar kurz durchs Fenster zu grüßen.

Als erstes Stand die NSG Union Dresden auf dem Spiel. Der Schiri kam zeitlich optimiert zum Anwurf an. Der frühe Vogel fängt den Wurm, sagt man. Offenbar haben wir dann doch nicht so viele frühe Handballvögel. Wir taten uns ein wenig schwer. Legten vor, die NSG zog nach. Die Chancenverwertung war deutlich besser als in der letzten Woche. Aber hätten wir nach getroffenem Holz gezählt, wären wir fast doppelt so gut und die Trainer hätten ein paar graue Haare weniger. Mit Gleichstand ging es in die Pause.

Sonntags zur besten Kaffee- und Kuchenzeit stand für die Elfen das erste Heimspiel des neuen Jahres an. Und das auch noch gegen solch einen brisanten Gegner – die 2. Frauen der Freunde des Sports waren zu Gast im Lokschuppen. Micha konnte schon die ganze Nacht vorher kein Auge zu machen, notierte sich jeden seiner nächtlichen Gedanken auf einem kleinen Spickzettel, um auch ja bei seiner emotionalen Ansprache nix zu vergessen, was er uns unbedingt mit auf den Weg geben wollte. Der war wohl aufgeregter als alle Elfen zusammen ... Ganz untypisch jedoch im Vergleich zur bisherigen Saison gestaltete sich vorab die Kaderplanung. Hieß es sonst: wer nur irgendwie verfügbar und einigermaßen fit ist, muss mit – so konnten wir dieses Wochenende aus den Vollen schöpfen und mit einer elfösen Besatzung von 14 Elfen in den Kampf ziehen.

Manchmal ist es wie verhext

"Es war ja nicht alles schlecht, damals, in 2017"... So oder so ähnlich beginnen sie immer, die Geschichten von Großvater Fiehler. Und was er diesmal meinte, stimmt sogar vielleicht. Die Eisenbahner vom Emerich-Ambroß-Ufer gegen den Handballsportverein aus Weinböhla, und dass eingebettet in die Spitzengruppe der Verbandsliga Sachsen Ost. Oder wie man passend sagen würde 'Der Glasigo'. Also einer von vielen. Äh, worauf wollte ich hinaus? Richtig, dieses ewig junge Duell hat schon für so manche unterhaltsame Sportbesichtigung gesorgt, wieso mit der Tradition in 2018 brechen? Einzig uns Hoff schien mit neuen Vorsätzen ins Jahr gestartet zu sein, soll er doch vorm Spiel was von "Spaß" erzählt haben. Scheint mir aber mehr ein wildes Gerücht zu sein, ich mein, ich hab ja schon viel, aber sowas...

Wo ist der Klebstein?

Die erste sportliche Vorführung der ersten Männermannschaft des ESV Dresden im neuen Jahr fand bei den Sportfreunden des HSV Dresden statt.

Ein stets junges Duell und auch wenn ein weiterer Handballverein aus Dresden mittlerweile in ganz anderen Sphären verkehrt, so wird die Stadtvorherrschaft doch immer noch in diesem Aufeinandertreffen ausgetragen.

Alle waren also von Weihnachten noch gut genährt und befanden sich durch die vielen freien Tage auch nicht im Bereich des Übertrainings. Dazu kommt, dass ja sowieso die Theorie im Raum steht, dass man ohne Training besser spielt. Hochmotiviert auf Grund des Hinspiels, welches in eigener Halle knapp verloren ging, waren also eigentlich alle Weichen auf Sieg gestellt.