SG Ruppendorf – ESV III 23:23 (9:7)

Die Lok hatte den Heizer vergessen

Zum schönsten Wetter und bei bester Kaffeezeit bewegte sich der Tross der Eisenbahner gen Glashütte. Nach anfänglichen Problemen sind die Rückmeldungen kurz vor der Angst nach oben geschnellt und eine gefüllte Bank bot sich den anwesenden Gästen.

Der Gastgeber hatte in den letzten Wochen mit erheblichen Personalproblemen zu kämpfen und einige derbe Pleiten kassiert, aber nun kamen ja wir. Die Männer in Schwarz waren auch anwesend und hatten zudem einen sehr guten Tag. Also schon mal eine Ausrede weg.

Durch die neuen Anforderungen war auch die Aufwärmphase für den sich bewegenden Mannschaftsteil recht lang und wurde in Vorfreude genutzt. Optionen im Rückraum sind auch ungewohnte Anforderung für das Team von der Spielsteuerung und führten zu einigen Verwirrungen. Doch nach einiger Zeit des Brainstormings wurde auch diese, zugegeben kleine Hürde, souverän gemeistert und es standen sechs Feldspieler plus Torverhinderer auf der Platte.

Ein durchwachsener Start, doch es zeigte sich hier schon ein typisches Kennzeichen des Spiels. Die besten Männer standen heute innerhalb der Sechsmeter – Linie und dies auf beiden Seiten. Eine alte Lok ist nun mal kein Sprinter, aber diesmal toppten wir selbst die Aussage des schweren Starts.  Der Gast nutze seine vorhandenen Möglichkeiten und versuchte über ein flinkes Spiel uns zu ärgern, wenn auch anfangs mit mäßigem Erfolg. So stand nach über zehn Minuten immer noch ein 4:4 auf der Tafel und wir wurden immer noch nicht munter.

Gut das Ergebnis zu diesem Zeitpunkt geht auch in der CL (Champions League), wenn man mal in den hohen Norden schaut. Doch das „WIE“ war etwas seltsam. Einfache Fehler und schwache Abspiele zum gegnerischen TW ließen nicht gerade die Lok in Fahrt kommen. Der Gastgeber bedankte sich artig und netzte fleißig ein. Die Versuche wurden nur an und ab vom Mann im 6qm – Kasten unterbunden, selbst vom berühmten Punkt. Nach einem extrem schläfrigen 9:5 retteten wir das 9:7 in den Pausentee. Zeit zum Munterwerden und Neuausrichtung war der Plan.

Man konnte fast glauben, die Vorhaben werden auch umgesetzt und die Lok hatte endlich Druck auf dem Kessel. Ein zügiges 10:11 nach dem Wiederanpfiff und gute Chancen aus einem ähnlichen Fortgang wie ein Handspiel ergaben sich. Doch dem folgten prompt wieder Rückfall in alte Muster. Irgendwie hatten wir heute wohl den falschen Treibstoff auf dem Kohlenwagen. Nur die schwarze Kohle aus dem nahen Lausitzer Revier oder gar auch nur das so grüne und umweltfreundliche Holz? Schnelle Gegentore des Gastgebers und passive Gäste drehten das torarme Spiel im Kürze. Dieses kleine Spielchen wiederholten wir in Hälfte zwei noch mehrere Male. Kurze Druckphasen und Führung ergaben zwangsläufig Einladungen an den Gastgeber mit Wechsel der Führung. Die Lok schnaufte mit halber Kraft durch den Teil des Spieles und konnte wohl an diesem Tag nicht mehr Leistung bringen. Am Ende stand ein geretteter Punkt nach diesem Spiel und die Erkenntnis, erst spielen dann reden. Auf ein nächstes Mal.

Es träumten vor sich hin:

Santos, Sven, Lutz O., Carsten, Henry, Jan, Sven, Lukas, Hans, Thomas S., Jörg, Ben, Mario, Thomas M.

GoS

 

 

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