Trainertagebuch - Klappe, die Dritte

BLM: Sportfreunde 01 Dresden - ESV Dresden II  33:24 (15:13)

Liebes Tagebuch,

kennst du die Tage, an den du schon vorher weißt: „Heute stehe ich nicht auf, ich schlafe einfach weiter!“?

Am Samstag war genauso ein Tag. Schon Freitag dachte ich „Nö, morgen ni!“. Kati stand in der Küche, wollte irgendeine Torte machen und war nur am Fluchen, das auch noch so laut, dass ich nicht verstanden habe, was der kleine grüne Jedi Yoda zum Jedi Obiwan Kenobi gesagt hat. Spätestens da wusste ich, das wird auch morgen nichts.

Die Vorzeichen standen auch wirklich nicht gut..

  1. Laut Zählung am Donnerstag hatten wir zwei Torhüter und sechs Feldspieler.
  2. Drei von den sechs Feldspielern helfen vorher schon bei der Dritten aus.
  3. Das Trainingsspiel am Donnerstag war schlecht, also so richtig schlecht!
  4. Besserung war eigentlich nicht in Sicht UND
  5. Der Gegner waren die Sporties aus der Dresdner Neustadt.

Die hatten sich in der Sommerpause ganz gut verstärkt und hatten nach der Auftaktpleite gegen Klotzsche einiges gut zu machen.

Nachdem Max, Matze und ich mit der Dritten so gerade ein Unentschieden erspielt hatten (sorry), nahte auch schon der Spielbeginn unserer Partie. Und was soll ich dir sagen liebes Tagebuch, wir hatten einen Überraschungsgast. Peter war direkt aus seinem Urlaub in die Halle gekommen und konnte uns somit tatkräftig unterstützen, dazu noch Jörg, Gert und Lukas aus der Dritten (DANKE Jungs!) und so war unsere Ersatzbank zumindest nicht völlig verwaist.

Die erste Halbzeit lief erstaunlich gut. Wir spielten einfache Kombis und unsere Rückraumshooter hatten einen guten Tag erwischt. Und wenn es bei ihnen mal nicht klappte, schraubte ich mich auf gefühlt 3,9 m in die Höhe und laserte den Ball geradezu in die Maschen. So stand es zur Halbzeit 15:13 für die Sporties, aber ich glaube, wir hatten mehr Spaß.

In der zweiten Halbzeit verlies uns dann ein wenig das Glück und leider auch Kondition, Luft und Konzentration. Dadurch gingen die Sporties deutlicher in Führung und konnten diese dann auch über die Zeit bringen, geradezu retten. Dank einer ansprechenden Abwehrarbeit und einem gut aufgelegten Karl im Tor haben wir es geschafft, die Tordifferenz im Rahmen zu halten und „nur“ mit 33:24 den Kürzeren zu ziehen.

Liebes Tagebuch, es hat echt viel Spaß gemacht mit den Jungs zu spielen. Wir haben zusammen gekämpft, miteinander gesprochen, uns gegenseitig aufgemuntert und ermutigt und vor Allem zusammen gut Handball gespielt. So kann es gern weitergehen.

Ein kleiner Fauxpas ist mir dann doch noch passiert. Sei es durch die Unterversorgung meines Gehirns mit Sauerstoff, die Unterhopfung nach dem Spiel, die leichte Euphorie wegen dem ansprechenden Spiel unsererseits oder einfach durch meinen jugendlichen Leichtsinn, ich habe allen auf dem Protokoll stehenden ESV-Mitgliedern ein hopfenhaltiges Kaltgetränk versprochen. Daher muss ich erstmal „Erna“, mein Sparschwein schlachten, um zu sehen, ob ich mir das überhaupt leisten kann. ;-)

Bis nächste Woche..

dein Norbert

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