VLMO: ESV Dresden - SG Pirna/Heidenau II 29:29 (14:19)

ESV, das E steht für "Ihr seid die besten!"
Auf der Rückfahrt mit dem Fahrrad nach dem letztem Saisonspiel der HVS Verbandsliga Ost erzählte mir ein Mitspieler (nennen wir ihn an dieser Stelle „Ich-werfe-immer-kurz“), dass er bei dem Versuch, seinen monetären Beitrag zur Vereinsaktion zu leisten, kaum mehr Platz in der Spendenbox gefunden hat: „Ich musste regelrecht pressen!“. Diese kleine Momentaufnahme reichte aus um

mir meinen Feuchtigkeitsfilm auf den Augäpfeln zu vermehren. Ich möchte und muss mich an dieser Stelle bei ALLEN Mitgliedern des ESV Dresden für den Einsatz und das Verständnis für das schwierige Thema Blutkrebs bedanken! Ihr seid einfach nur der beste Verein, die beste Stütze, die ich mir in unserer aktuellen Situation vorstellen kann. Abgerundet mit der Spendenaktion für den Sonnenstrahl e.V. und der Möglichkeit für die Registrierung bei der DKMS, habt ihr mir, habt ihr uns und habt ihr meiner Tochter so viel Kraft gegeben. Wir werden rückblickend oft an euch denken und euch immer wieder dafür danken! Ihr seid so cool! Thank you in advance!

Mit entsprechend guter Laune habe ich am Samstagnachmittag den Lok-Schuppen betreten. Da am besagten Tage die Frage über die Namensfindung unserer geliebten Sporthalle kam, möchte ich hierzu gefährlich kurze Rechercheergebnisse teilen: Die Sporthalle des ESV Dresden am Emerich-Ambros-Ufer wird „Lokschuppen“ genannt, da sie eng mit der Geschichte der Deutschen Reichsbahn verbunden ist. Als Heimstätte der ehemaligen BSG Lokomotive Dresden (heute der coole ESV Dresden) wurde die Halle 1956 eingeweiht. Der Name ist eine Reminiszenz an die „Eisenbahner“-Tradition des Vereins. Das Schöne daran ist, dass der ESV Dresden es geschafft hat die negativ annektierte und verbundene Geschichte mit der Reichsbahn dahin zu befördern, wo sie hingehört – in die Vergangenheit! Neben der Verbundenheit, die der Verein mir gegenüber ausstrahlt, fühle ich mich jenseits südlich der Elbe genauso so wie in meiner Neustadt-Bubble. Und nochmal ein ordentliches Dankeschön dafür!

Nun zum Spiel: Die Erwärmung begann mit einer Innovation vom Musikverantwortlichen – sollten doch das Team ihre Lieblingshits in eine Playlist packen! WOW! Und das hat gezündet; spätestens nachdem der erste HipHop-Song wurden die Arme beim Armkreisen mit doppelter Frequenz geschwungen und der ein oder andere hatte sogar Spaß bei der Übung „Ballaufheben“!
Die Mannschaft brodelte, da sie mit einem Sieg als Vizemeister aus der Saison gehen. Dennoch war der Druck nur aus Eigenmotivation jedes einzelnen zu spüren, da ein Platz auf dem Siegertreppchen sowieso schon gesichert war. Es wäre jedoch zusätzlich noch ein absolutes Ding gewesen, am Ende gegen den Aufsteiger zu siegen! Man bedenke an dieser Stelle nochmal den Verlauf der letzten Saison, der mit der geilsten Relegation für den Klassenerhalt! in genau die andere Richtung ging. Wie man es dreht und wendet, man fand kein Schlupfloch um die Saison 25/26 dem ESV Dresden madig zu reden. Selbst das Trainerurgestein packte in vorherigen Mannschaftsbesprechungen nochmal alle seine Emotionen raus und musste zugeben, dass es „die geilste Saison“ für ihn gewesen ist. Dieses Lob ist fast mehr wert als alles andere. Auf einmal wurde es unruhig bei der Erwärmung. Der Grund dafür war eine ESV Elfe, welche sich zur Aufgabe machte den Spielern ihren Elfenstaub in die Gusche zu pudern. Also gabe es jetzt eine Handball Ballier, die auch irgendwie Elfen waren oder zumindest glitzernden Elfenstaub im Gesicht hatten.
Nachdem die ersten Sekunden gespielt waren, scheiterte der Gegner aus Pirna am Hüter des ESV. Der zeigte so viel Einsatz, dass er die Verankerung des Tores löste.
Danke an dieser Stelle für ca. 5 Minuten Spielunterbrechung und vielen aufgeregten versuchen seine eigenen Handwerkerskills zu präsentieren. Naja, ansonsten hat der ESV in der ersten Halbzeit in der Deckung geschwächelt und das ganze Spiel über zwar den Abschluss gefunden, sich aber nicht mit Torerfolgen belohnt. Es gab über 20 Fehlwürfe auf der Seite vom ESV.
Die allgemeine Leistung der Mannschaft reichte aber trotzdem für ein glattes 29:29 unentschieden. Unterm Strich kann man mit der Leistung des Teams also zufrieden sein! 
Nach dem Spiel zitterte die Halle und fieberte dem Parallelspiel in Bernstadt mit. Durch das unentschieden, war die Platzierung des ESV von diesem Spiel abhängig.
Ein Unentschieden hätte für Silber gereicht. So stand es auch wenige Sekunden vor Schluss. Der SV Niederau konnte es sich aber nicht nehmen uns nochmal den symbolischen Mittelfinger entgegenzustrecken und versenkte in den letzten Sekunden den Siegtreffer und sicherte sich somit Platz 2. Danach gab es die Medaillen, die, wie ich finde, eher Gold als Bronze schimmern.
Meine Tochter glaubt mir zumindest, dass es Gold ist. Da es uns gelungen ist, unserem Mitspieler so viele Möglichkeiten für Tore zu geben, hat er es geschafft auf das Treppchen für die meisten Tore der Liga und für den besten Tore pro Spiel Schnitt zu kommen. Für die 7m Quote hats leider nicht gereicht, wofür der 7m Killer aus dem eigenen Verein zur Verantwortung gezogen wird.
Jedenfalls wurde besagter Spitzenschütze mit 3 Flaschen Sekt als Anerkennung übergossen. Aufgrund von waghalsigen Wettaktivitäten, kam es zum Einlösen der Wettschuld durch das Trainerteam. Pizza für alle und ein Fass dieses leckeren Getränks. Außerdem wurde noch ein Ehrengast dazu verpflichtet sich auf der Strichliste für die geholten Punkte zu verewigen! An dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei dem fleißigen Trommelteam des ESV bedanken. Ihr seid leider schon verstreut gewesen, sodass wir als Mannschaft es nicht mehr geschafft haben uns geschlossen mit Beifall bei euch zu bedanken.
Da einige von euch noch keinen freien Zugang zum Internet haben könnten: Bitte liebe Eltern, Übungsleiter oder wer auch sonst Kontakt hat, leitet dieses Dankeschön weiter!
Am Ende bleibt mir noch zu sagen, dass ich mich über die Wiederwahl zum Kassenwart der Mannschaft in der nächsten Saison sehr freuen würde und verbleibe daher mit besten Grüßen.

Ansprechpartner (VLM)

HeikoHoffmannHeiko Hoffmann

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