Fehler 404: Verbandsliga nicht gefunden
Eigentlich sind die ESV-Berichte immer mit einem gewissen Spaß und der nötigen Lockerheit geschrieben. Angesichts der Tatsache, dass die erste Herrenmannschaft an diesem Wochenende abgestiegen ist, wird dieser Artikel zum Auswärtsauftritt bei Rotation Weißenborn wohl etwas anders ausfallen. Trotzdem sollen die Geschehnisse einmal aufgearbeitet werden...
Bereits in Dresden musste den ersten Widrigkeiten getrotzt werden. Demonstranten am Postplatz forderten den Erhalt des traditionsreichen ESV in der heimischen Verbandsliga – oder so ähnlich … auf jeden Fall wurde die Abreise ins weit entfernte Weißenborn leicht verspätet angetreten. Besonders bitter für einen Torhüter des ESV, der doch schon etwas länger am Treffpunkt campierte. Kommunikation ist key…
Pünktlich war die Abordnung aus der Landeshauptstadt trotzdem. Weißenborn gehört laut Google Maps übrigens schon zum Erzgebirge. Falls noch jemand etwas lernen möchte. Aber jetzt zum Sportlichen: Es gab teures dänisches Premiumbier. Nee, aber im Ernst: Gutes Warmmachen, Feuer drin, alles gut. Auch der Start war gar nicht so verkehrt. Bis zum 5:5 (13.) gestalteten die Lokis das Spiel offen. Bereits hier offenbarten sich allerdings die typischen Probleme: Behäbiger Angriff und schlechte Wurfquote. Und da nun die Rückraumreihe aus Weißenborn so richtig zu rotieren begann (höhö), verloren die Gäste so langsam den Anschluss. Zur Pause lagen die in rot gekleideten Dresdner bereits mit vier Toren in Rückstand. Trotzdem hatte man das Gefühl, das Spiel nochmal drehen zu können. Der zweite Durchgang begann leider schlecht. Der ESV lief der Musik weiter hinterher und schaffte es einfach nicht, ein solides Angriffsspiel zu kreieren. Bis zum 20:16 (42.) blieb es beim altbekannten Abstand. Dann ging jedoch ein letzter Ruck durch die Mannschaft: Die Abwehr überragte im Einsatz und Zweikampf, Konter wurden konsequent gelaufen und Weißenborn sah sich zu zwei Auszeiten innerhalb kürzester Zeit gezwungen. Spätestens beim 22:22-Ausgleich (58.) glaubten die Lokis an den unverzichtbaren Auswärtssieg… Diese Saison ist es aber einfach nicht. Die Rechnung in kurz: Fehler ESV, Tor Weißenborn, Fehler ESV, Tor Weißenborn, Fehlwurf ESV, Tor Weißenborn = 25:22-Auswärtsniederlage.
Besonders bitter wurde es dann in der Kabine. Warum Dresden das „Tal der Ahnungslosen“ sein soll, erschließt sich an dieser Stelle nicht ganz, aber naja. Zumindest ein Handy hatte Empfang und lieferte so Gewissheit. Die Konkurrenz gewann, der ESV ist abgestiegen. Nun geht es darum, sich in den letzten beiden Spielen ordentlich zu präsentieren und erhobenen Hauptes in die im Dresdner Nachtleben noch viel besungene Regionsoberliga zu gehen. Ein großer Dank gilt auch allen Spielern und Funktionären, die sich in den letzten Wochen nochmal bereit erklärt haben, die Mannschaft zu unterstützen. Dieser Zusammenhalt sollte in die neue Saison übergehen…
Für den ESV kämpften: Breitenfelder, Schramm (Tor); Steinbrenner 1, Ozellis 9/3, Eichler 1, Röchow 1, Mielchen 1, Setzer 6/2, Böllert 1, Laue, Rentzsch, Grünhagen 1, Fiehler, Biedermann 1.