ROLF: ESV Dresden II - SSV Lommatzsch 26:34 (13:17)

Heimspiel gegen die Tabellenspitze 

Wo kommt denn die Musik her? Das ist ja viel zu laut, macht mal die Tür zu!

So, oder so ähnlich, war die Reaktion unserer Silberelfen auf die dröhnende Musik aus der Nachbarkabine. Man muss ihnen zugute heißen, einige mussten zum Samstagabend das Tanzbein schwingen, da ist es nachvollziehbar, dass man paar Stunden später nicht schon wieder bereit ist für eine Beschallung von 110 dB. Aber ich machte mir auch etwas Sorgen, diese Kabinenstimmung sollte sich doch bitte bis zum Anpfiff noch ändern!

Zum Glück war Verlass auf die Snackelfen. Nachdem nicht nur am Kabinenbuffet, sondern auch am Kuchenstand, der noch von den Jugendspielen am Vormittag aufgebaut war, reichlich genascht wurde, hellten sich die Gesichter wie von Zauberhand auf und es ging motiviert auf die Grundlinie, um gemeinsam mit der Erwärmung zu starten. Doch auch die Lommatzscher Damen standen mit vollem Kader an der Grundlinie. Im Zusammenhang mit ihrem guten Tabellenstand wurde mir etwas mulmig im Bauch – im Gegensatz zu uns, kämpfen sie mit ums Treppchen – das kann ja was werden. Doch Coach D fand wie immer in der Kabinenansprache die richtigen Worte, nahm uns Angst und Sorgen und schickte uns mit einem sicheren Gefühl auf die Platte. 

Nach torarmen ersten zehn Minuten waren beide Teams noch recht gleichauf. Nachdem wir bis zur 22. Minute mit einem Spielstand von 9:11 gut mithalten konnten, sah sich der Trainer unserer Gegnerinnen zur Auszeit gezwungen. Keine Ahnung was dort in der Ansprache für ein Zaubertrank verabreicht wurde oder was uns ab da gefehlt hat, doch als wir acht Minuten später zur Halbzeitpause in der Kabine verschwanden, zeigte die Anzeige einen ernüchternden Stand von 13:17. Es ist zwar nach wie vor alles offen, fühlt sich aber schon auch etwas abgehängt. In der zweiten Halbzeit gelang es uns nochmal auf drei Tore heranzukommen, doch das war auch das höchste aller Gefühle. 

Unaufmerksamkeiten und Fehlpässe in die Arme der Gegnerinnen kosteten uns in vielen Angriffen den Ball, und so gelang es den Lommatzscherinnen durch viele Tempogegenstöße doch einen recht deutlichen 26:34 Sieg einzufahren. Das tut ein bisschen weh, denn unser Abwehrspiel war bis dahin eigentlich ganz schön. Doch wenn man gar nicht dazu kommt, in der Abwehr zu stehen, kann man das natürlich auch schlecht zeigen. Naja, Kopf hoch, weiter geht’s :) 

Wir freuen uns kommendes Wochenende unsere Männer beim Pokalhalbfinale anfeuern zu können und dann in zwei Wochen selbst wieder unser Können auswärts gegen Medizin Bad Gottleuba unter Beweis stellen zu können. 

Bis dahin, 

GaLiGrüüü von euren Silverwings <3

Ansprechpartner (RLF)

Dave Ehmke

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