Dick eingemummelt in unsere Wintersachen machten wir Silberelfen uns am vergangenen Wochenende auf den Weg zum Tabellenersten, dem SSV Heidenau II.
Doch bevor wir selbst ran durften, wurden erst einmal die eingefrorenen Hände durch das Anfeuern unserer 3. Frauen, die gegen den SSV Heidenau III spielten, warmgeklatscht.
Dabei kam schon einiges an Stimmung und Vorfreude auf.
Mit dem klaren Plan, aus einer stabilen Abwehr heraus geduldig nach vorne zu spielen und dann rein das Ding, starteten wir in die Partie. Leider fing unser Spiel recht stockend an. Im Angriff fehlte der Zug zum Tor, gut herausgespielte Chancen landeten zu oft am Pfosten oder verfehlten knapp ihr Ziel. In der Abwehr kam dann auch noch etwas Pech dazu. Unsere Torelfe Sylvie bekam zwar oft noch eine Hand an den Ball, doch dieser fand trotzdem immer wieder seinen Weg über die Linie. So setzten sich die Heidenauerinnen früh ab, während wir Tor für Tor mühsam versuchten, ins Spiel zu finden, was uns bis zur Halbzeit nur mäßig gelang.
Mit etwas hängenden Flügeln ging es daher mit einem 7:13 Pausenstand aus unserer Sicht in die Kabine. Dort appellierte Elfenkönig Lukas an uns, mutiger im Angriff aufzuspielen und zu zeigen, was wir alles können. Also gesagt, getan! Die erste Halbzeit abschütteln, etwas Elfenzaubertrank nachtanken und mit neuem Mut zurück aufs Spielfeld.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten wir uns deutlich wacher. In der Abwehr standen wir sicher und halfen einander getreu dem Motto „Zwei Elfen machen den Gegner besser fest als eine“. Auch vorne lief der Ball nun flüssiger und wir erinnerten uns endlich daran, wo das Tor steht. Vor allem über Tempo in der zweiten Welle, schöne Anspiele und konsequente Abschlüsse fanden wir endlich wieder Zugriff aufs Spiel. So pirschten wir uns langsam, aber sicher bis auf 4 Tore an die Heidenauerinnen heran. Leider gelang es uns schlussendlich jedoch nicht, diese Lücke noch weiter zu schließen, so dass nach 60 Minuten das Ergebnis von 30:25 auf der Anzeigetafel prangte.
Unterm Strich bleibt festzuhalten: Eine Niederlage mit fünf Toren gegen den Tabellenführer ist sicher keine Schande, aber bei etwas weniger Winterschlaf in der ersten Halbzeit wäre sogar noch mehr drin gewesen. Positiv hervorzuheben ist jedoch, wie gut wir uns im Spiel zusammengerauft haben und wie gefestigt unsere Abwehraktionen waren.
Mit diesem Zusammenhalt, der gezeigten Moral und etwas früher entfesseltem Elfenzauber blicken wir optimistisch auf die kommenden Spiele. Wenn wir künftig schneller auftauen, sind die nächsten zwei Punkte nur eine Frage der Zeit.