Arbeitssieg mit Anlaufschwierigkeiten
Wer pünktlich zum Anpfiff in der Halle war, konnte beobachten: Unsere Mannschaft brauchte an diesem Tag offenbar etwas länger, um auf der Platte anzukommen. Die ersten zwanzig Minuten waren geprägt von unnötigen Ballverlusten im Angriff und einer Abwehr, in der die Kommunikation eher flüsterte als rief. Kurz gesagt: nicht unser Glanzstart. Trotzdem gelang es uns, eine kleine Führung zunächst zu halten.
Danach wurde das Spiel von einer unschönen Szene unterbrochen: eine unsere Gegnerinnen verletze sich bei der Landung schwer und es wurde still in der Halle. In so manchen Sportlerköpfen kamen Erinnerungen an ähnliche Situationen und Verletzungen wieder auf. Wir senden an der Stelle Genesungswünsche nach Radebeul und hoffen auf einen glimpflichen Ausgang für die Radebeulerinnen.
Der anschließende Wiederanpfiff brachte leider nicht sofort die erhoffte Ordnung zurück in unser Spiel. Die Pause hatte unserer Konzentration offenbar eher geschadet als geholfen – wir wirkten weiterhin etwas zerstreut. Eine strenge Schiedsrichterentscheidung in der 23. Minute kostete uns mit Kyra zusätzlich eine feste Größe unseres Innenblocks. Unser bis dahin zarter Vorsprung schmolz dahin und so ging es mit einem 13:13 in die Halbzeitpause.
In der Kabine wurden dann offenbar die richtigen Worte gefunden – oder vielleicht einfach der Wecker gestellt. In der zweiten Halbzeit präsentierte wir uns deutlich wacher. Besonders in den ersten zehn Minuten konnten wir uns absetzen: Die Abwehr stand stabiler und im Angriff zahlte sich die taktische Umstellung auf zwei Kreisläuferinnen aus. Dadurch bekamen unsere Rückraumshooter immer wieder freie Bahn – und nutzten diese Chancen konsequent.
Den herausgespielten Vorsprung verteidigten wir in der Schlussphase und brachten den Sieg schließlich nach Hause.
Fazit: Ein ungewohnt fahriges Spiel, vor allem in der Abwehr mit noch reichlich Luft nach oben.
Verlassen konnten wir uns an diesem Tag aber auf Jana, Franzi und Liesel, die in brenzligen Phasen immer wieder Verantwortung übernahmen und damit Konstanz und Ruhe in die Mannschaft bringen. Manchmal muss es eben kein Schön-Spiel-Wettbewerb sein – Hauptsache, die zwei Punkte bleiben zu Hause. !
Für den ESV auf der Platte:
Kerstin (TW), Elisa (TW), Steph (1), Ramona (1), Janina (ich hab mind. 1 gesehen, jemand hats auf dem Spielbericht geklaut), Lea (5), Franzi (8), Liesel (10), Kyra, Caro, Jana (5), AK, semi, Fanni (1), Coach Vivi
Viviane Hauschild