VLFO: MSV Dresden II - ESV Dresden 36:34 (18:20)

Am 01.03.2026 machten wir uns als ESV Dresden auf den Weg in die Sporthalle des Bertolt-Brecht-Gymnasiums, wo uns MSV Dresden II als Heimmannschaft empfing.

Anwurf war 17:00 Uhr – eine Uhrzeit, zu der man entweder gerade gemütlich Kaffee trinkt… oder eben versucht, 60 Minuten lang einen Handball mit maximaler Geschwindigkeit im gegnerischen Tor unterzubringen.

Der ESV-Express rollt los 🚂

Und wir kamen nicht zum Kaffeetrinken.

Vom Anpfiff weg waren wir hellwach. Schnelles Umschaltspiel, klare Abschlüsse, mutige Entscheidungen – und plötzlich stand es nach gut zwölf Minuten 5:13 für uns.

Offensiv lief es wie ein ICE ohne Zwischenhalt. Wir nutzten unsere Chancen konsequent und setzten uns mit vielen Toren ab. Alles wirkte stabil, souverän und kontrolliert. Genau so stellt man sich ein Auswärtsspiel vor: früh das Tempo bestimmen und dem Heimteam den Wind aus den Segeln nehmen.

Doch wie so oft im Sport gilt: Eine starke Anfangsphase ersetzt keine 60 Minuten Konzentration.

Lebensweisheit #1: 

„Eine Führung ist wie ein WLAN-Signal – sie kann plötzlich schwächer werden.“

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Der Handballgott liest offenbar Drehbücher

Doch Handball wäre nicht Handball, wenn nicht plötzlich das Drehbuch umgeschrieben werden würde.

Der MSV fand zunehmend besser ins Spiel. Schritt für Schritt arbeiteten sich die Gastgeberinnen zurück.

Zur Halbzeit führten wir zwar noch mit 18:20, aber das Spiel hatte sich längst gedreht.

Aus dem ESV-Express wurde ein Regionalzug mit ungeplanten Zwischenhalten.

Und wir? Wir halfen leider ein wenig mit.

Technische Fehler schlichen sich ein. Bälle landeten nicht mehr da, wo sie sollten. Pässe wurden riskanter, Abschlüsse unkonzentrierter. Und in der Abwehr ließen wir zunehmend die letzte Konsequenz vermissen. Während wir in der Anfangsphase noch energisch zupackten, öffneten sich später Lücken, durch die man problemlos eine Straßenbahn hätte schicken können.

Lebensweisheit #2:

„Technische Fehler sind wie Snacks: einer geht noch! – Sonntags ist eben manchmal doch Kaffeepause.“

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Kampf, Krimi, knappe Kiste

Die zweite Halbzeit entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch.

Wir kämpften, glichen aus, gingen wieder in Führung - doch es blieb ein Tanz auf der Rasierklinge.

Trotz des sichtlich nicht mangelnden Kampfgeistes gelang es uns leider nicht, die Partie dauerhaft zu kontrollieren. In der Schlussphase nutzte die Heimmannschaft ihre Möglichkeiten konsequenter, während uns manchmal der entscheidende letzte Schritt fehlte.

Und so mussten wir uns am Ende verdient mit 36:34 geschlagen geben.

Ein Spiel, welches wir extrem stark begonnen haben.

Ein Spiel, in dem wir früh mit vielen Toren davonzogen.

Ein Spiel, in dem wir die Führung jedoch nur bis zum Halbzeitpfiff sichern konnten.

Und ein Spiel, das wir uns durch wiederholte technische Fehler und eine schwindende Abwehrleistung am Ende ein Stück weit selbst schwer gemacht – wenn nicht sogar selbst genommen – haben.

Lebensweisheit #3:

„Man sagt, man wächst an Herausforderungen. Wir haben sie uns vorsichtshalber selbst eingebaut.“

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Fazit 

34 Auswärtstore senden ein klares Signal: Offensivpower ist da.

Aber 36 Gegentore zeigen genauso deutlich, woran wir noch arbeiten müssen.

Wir nehmen mit:

  • Eine überragende Anfangsphase
  • Kampfgeist bis zur letzten Minute
  • Und die Erkenntnis, dass Spiele eben 60 Minuten dauern (ja, wirklich alle 60)

Der ESV-Express kommt wieder ins Rollen. Beim nächsten Mal hoffentlich ohne Zwischenhalt – und mit Happy End!!

Der Kontrolleur im ESV-Express ließ sich folgende Tickets vorzeigen: 

Kerstin (Tor), Janina (1), Lea (5), Franzi (9), Liesel (8), Kyra, Jana (6), AK (1), Emi (1), Tara (2), Fanni (1), Maria (Tor), Vivi (A), Elisa (B)

Ansprechpartner (VLF)

Viviane HauschildViviane Hauschild

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