SG Zabeltitz-Großenhain - ESV Dresden I 26:26 (13:11)

Wir schreiben die frische zweite Hälfte des Jahres 2019, eine Zeit in der abendliche Aktivitäten aufgrund von Saisonpause und Semesterferien nicht wie üblich nur an Samstagen stattfinden, sondern gerne auch in die Woche verlagert werden. Es trug es sich also zu, dass  ...

die kühnen Recken der ESV-Thekentruppe auch in der vergangenen Woche mit Sonne im Herzen und Pils in der Blase, an dem ein oder anderen Abend, die örtlichen Lokalitäten aufsuchten. Doch nicht nur die Gewohnheit der letzten Wochen war schuld an diesen Umständen. Nein auch die grausamen Trainingsbedingungen #Harzbefreit, welche in Anbetracht der widrigen Hallenbedingungen in Großenhain festgesetzt wurden, trieb die leicht depressiven Handballers förmlich in die Arme ihrer Stammtheke und des hopfenhaltigen Kaltgetränkes. #HarzAusKehleAn #SchnellesVergessen

Umso plötzlicher kam am Samstagmorgen die Erkenntnis - dieses Wochenende war irgendetwas anders. Nur was? Man hatte wie sonst auch an mehreren Abenden der Woche dem Namen Thekentruppe alle Ehre gemacht, der Kopf tat weh, der Bauch war leicht flau und auch sonst ging Frühstück nur in flüssiger Form runter. Aber was war anders? … Ach Ja, Saisonauftakt! Das Herz began schneller zu schlagen, der Puls stieg in die Höhe, der Kater fast vergessen. Ein kurzer Blick auf die Uhr … PUUUH 13 Uhr … Abfahrt erst 16 Uhr also Augen nochmal zu, um später auch 100 % aufs Paket zaubern zu können. Die Augen wieder auf … 15 Uhr … VERDAMMT … auf das schnellste die Sporttasche gepackt, ein kleiner Snack und ab zum Treffpunkt. Der restliche Kader schon da. Überpünktlichkeit wird beim ESV eigentlich eher klein geschrieben, aber scheinbar hatte die komplette Thekentruppe richtig Bock. Nach der klassischen Ladung Dampf ging es dann auch schon wieder in die Autos und bei „Achtung Ironie“ strahlendem Sonnenschein gen Großenhain.

Kaum angekommen ging es zum ersten Höhepunkt des Tages. An dieser Stelle fettes Danke an Etna & WOSI-Energetik GmbH. Die Freude aller Thekengänger über die neuen Trikots war so riesig, dass bereits beim Umziehen die Stimmung in der Kabine kaum zu überbieten war, aber das kennt man von den tapferen Recken des ESV ja eigentlich auch nicht anders. Themen wie neue Saison = neue Schuhe, oder neuer Pulli wurden zudem auch nur kurz angeschnitten, denn dann kam sie endlich … die Ansprache, auf welche alle ESV Thekengänger nun mehr 132 Tage sehnsüchtig warten mussten … Die Ansprache des MC HEIKO HOFFMANN … und das Warten hatte sich gelohnt! Selbst Schiller und Goethe würde es schwerfallen diese Ansprache auf Pergament festzuhalten, daher traut sich der geheime Verfasser dieser Zeilen lediglich einige Eindrücke, aus seinem Gedächtnis, für die Nachwelt festzuhalten:

- MC H: „jetzt müsst ihr 90 Minuten eine Mannschaft sein, danach seid ihr es ja eh, wenn es wie immer ins Downtown geht… „

- Pers A „in welcher Farbe spielen die denn eigentlich? “MC H: „Kacke spielen die“

- MC H „ich fange immer erst Hinten an und gehe dann nach Vorne“
(hierbei ging es um die Auswertung, welche bei der Abwehr beginnt und schließlich mit dem Angriff endet) und um nix anderes ihr Ferkel ;)

Und dies ist lediglich das absolute Best OF der Kabinenansprache.

Nachdem die Thekentruppe nun heiß war wie KinderPingui, das zu lange in der Sonne lag, ging es raus zur Erwärmung. Hier verlief alles routiniert wie eh und je. Nicht weiter erwähnenswert. Also Gegner begrüßen, Ball begutachten, Schlachtruf und Zack ab die Luzi. Doch Luzi war heut etwas weniger wild, sodass der Spielbeginn sich etwas träge gestaltete. Denn, dass den ESVlern Harz deutlich mehr liegt als kein Harz, zeigten bereits die ersten Minuten. Nach zwei vergebenen Siebenmetern gelang das Tor Nummero Uno der neuen Saison erst in der 8. Minute und wir nennen es Matti. Doch auch den Hausherren schien der nicht klebrige Ball ein paar Schwierigkeiten zu bringen, was sich in so manchem technischen Fehler wiederspiegelte. Während der gesamten 1. HZ gelang es der Thekentruppe jedoch nicht die vergebenden Chancen des Beginns aufzuholen, somit ging es mit 11:13 aus Sicht der ESVler in die Kabine und anscheinend gelang es MC Heiko feat. Mr. „Ich diskutiere sachlich“ genau den Flow der Thekentruppe zutreffen. Denn mit dem Wiederanpfiff kam es zum unglaublichen 7:0-Lauf der Tresenbrüder, welche auch durch die Auszeit des Gegners nicht gestoppt werden konnte. Angeführt wurde dieser Lauf insbesondere durch unseren Mr. „Ich kann Überall Spielen“ mit sagenhaften 3 Toren und einer neuen Frisur für den Großenhainer Torhüter. Auch zu erwähnen gilt es, dass besonders die Abwehrreihen der ESV Kneipianer zu diesem Zeitpunkt deutlich an Stärke dazu gewann und nicht wie zu Beginn des Spieles an die Beschaffenheit eines „Achtung der kommt Flach“ Schweizer Käses erinnerte. Doch wäre es nicht der ESV, wenn man die souverän herausgespielte Führung einfach über die restliche Spielzeit tragen könnte. So gelang es den Hausherren aus Großenhain in der 50. Minute sogar zum 20:20 einzunetzen und der Ausgang des Spiels war wieder offen. Selbst in der 56. Minute stand noch das Remi mit 23:23 auf der Anzeigetafel. 30 Sekunden vor Schluss gelang Großenhains Nummer 13 der Treffer zum 26:26. Auszeit von MC Heiko, der Plan stand, genug Zeit für einen Angriff, einen Spielzug, das Ziel war klar, 2 Punkte sollten‘s werden. Doch leider hatte man dem ESV  nicht erklärt, dass man Spiele nicht mit Fieldgoals in letzter Sekunde gewinnt. So wurde die Variante zu schlampig ausgespielt und der Ball landete aus ungünstiger Position in schönster Greg Zuerlein-Manier knapp unter der Hallendecke, 10m über dem Goalpost. Naja schade schade Schokolade, so Stand am Ende das Remi, 26:26.

Festzuhalten gilt, dass ein normaler Tag unserer Außen und eine von Beginn an starke und geschlossene Abwehrleistung sicher den Sieg mit sich gebracht hätte und daran gearbeitet werden muss, um das Rückspiel im Lokschuppen mit mindestens einem Zähler mehr auf der Anzeigetafel zu gewinnen. Nachdem der erste Frust überwunden war, ist es immerhin ein erster Punkt auf dem Bierdeckel der ESV-Jungs, und das direkt zu Saisonauftakt – weitere Folgen mit Sicherheit.

An dieser Stelle könnte noch ein Satz über die geballte Großenhainer Handball-Fachkompetenz abseits des Spielfeldrands stehen, aber dazu fällt selbst mir nix mehr ein. Abhilfe findet man jedenfalls hier: Kenn dein Limit oder hier: Regelwerk DHB

 

Für die Thekentruppe traten an:

Auf der Bank:

MC Heiko Hoffmann

Im Tor:

Mr. „Der Ball könnte leicht nass sein“ (0)

Auf dem Feld:

Mr. „Ich habe mich heute irgendwie nicht so fit gefühlt“ (4), Mr. „Mein Gelber ESV-Hoodie aus der C-Jugend ist mir doch etwas zu klein“ (4), Mr. „Still stehen beim 7-Meter wer will das schon“ (5), Mr. „Ich sollte mal etwas Schlaf nachholen“ (3), Mr. „Ich diskutiere Sachlich“ (2), Mr. „Hektisch übern Ecktisch“ (2), Mr. „Ich kann Überall spielen“ (3), Mr. „Ich lass es erstmal ruhig angehen“ (0), Mr. „noch halten die Knie“ (1), Mr. „Comeback“ (2), Mr. „Ich hab am 38. Geburtstag“ (0)

Ansprechpartner (VLM)

HeikoHoffmannHeiko Hoffmann

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