SG Klotzsche II - ESV Dresden 19:23 (9:14)

Endlich wieder Handball! Nicht nur für alle Elfen im neuen Jahr 2019, die durch die grandiosen Spiele der Männer bei der WM so richtig heiß waren, endlich in die Rückrunde zu starten, ...

sondern auch und besonders für mich – nach der schönsten einjährigen Zwangspause der Welt. Es kribbelte gewaltig in den Fingern, juckte unter den Fingernägeln und brannte unter den Sohlen. Endlich wieder dabei :) Nicht nur als Zuschauer hinter der Bande, als Zeitnehmer bei Turnieren und Freundschaftsspielen, in WhatsApp Gruppen oder nüchtern auf den berühmt berüchtigten ESV-feiern. Endlich wieder mittendrin: beim Einstimmen auf der Platte, Auswerten unter der Dusche und in meiner heiß geliebten Dauernahkampfzone an vorderster Front – am Kreis. Wie habe ich es vermisst: das Einstecken und Austeilen, die blauen Flecken und der Ganzkörperschmerz am Tag danach, das Schwatzen auf der Bank und den Kabinentalk ... Hach ... Aber nun mal zum eigentlich Wesentlichen:

Am Samstag zur besten Mittagsschlafzeit lockten uns die Klotzsche-Mädels in den beschaulichen Dresdner Norden zum handballerischen Stelldichein in harzbefreiter Zone. Neben der Hiobsbotschaft (nix für ungut Jens), dass Jana deutlich angeschlagen war, konnten wir doch mit insgesamt 12 spielfähigen Elfen auflaufen. Zwar waren die Rückraumelfen deutlich in der Unterzahl, aber in der Not frisst der Teufel Fliegen, trinken wir Sekt auch aus Flaschen (wo war nochmal der Becherverantwortliche?) oder spielen wir eben mit 2 Kreisläufern. Die Ausgangslage schien ziemlich positiv für uns – ungeschlagener Tabellenführer der Hinrunde gegen ausgeglichenes Mittelfeld. Sie hatten eigentlich keine Chance - und hätten sie trotzdem fast genutzt.

Wie schon im Hinspiel gestaltete sich der Start ziemlich holprig. Mag es nun am Schmuddelwetter oder dem ausgefallenen Mittagsschlaf liegen – so richtig in Fahrt kam die Lok der Elfen zunächst nicht. Nach 5 Minuten lagen die Klotzscher Mädels mit 3:1 vorn. Aber Katja S., die unter extremen zeitlichen Termindruck stand und mitten im Spiel los musste, wollte trotzdem ihre 1, 2, 5 Buden machen und brachte unseren Angriff ins Rollen. Dann klingelte bei den anderen Elfen auch so langsam der Wecker. Katja K. per Konter, Katrin schön platziert sowohl von hinten als auch sensationell sicher vom 7m-Punkt und auch Jana netzte erfolgreich ein. Die Abwehr verschob hinten munter hin und her und wenn dann doch mal einer durch rutschte, stand da ja noch die glänzend aufgelegte Kerstin im Tor. Auch das Rückzugsverhalten nach verloren gegangenem Ball ließ heute eigentlich wenig Angriffspunkte für Kritik. Es gab zwar noch einige technische Fehler, aber da unsere Gegner genauso damit zu kämpfen hatten, ging es eigentlich. Zack, so schmolz der kleine Vorsprung der Gastgeberinnen dahin - wie ich beim Anblick von Kohlbachers Tänzchen am Kreis in einem Bewegungsradius am Rande der Messbarkeit - und wir konnten über den Ausgleich von 4:4 bis zur Halbzeit auf 9:14 weg ziehen. Hört sich doch erstmal nicht so schlecht an.

<p">Das Dream-Team-Trainergespann Zinke/Ehrlich, welches heute den Elfenbändiger vertreten durfte, rückte den Hühnerhaufen in der Halbzeitansprache nochmal ein wenig zurecht und dann ging es auch schon weiter.

Auch hier gestalteten sich die ersten Minuten durchaus eher mäßig. Stella bekam mit 2 min durch die Schiris ihr Fett weg (obwohl an ihr doch wirklich kein Gramm Fett ist!) und Klotzsche verkürzte nochmal auf 3 Tore zum 13:16. Meine ganz persönliche Chancenverwertung (1 Treffer von gefühlt 10 Möglichkeiten!) ließ heute auch noch ordentlich Luft nach oben, obwohl ich wirklich toll von allen Positionen bedient wurde (hach wie hab ich es vermisst!!!). Nun, die restliche Zeit plätscherte das Spiel dann irgendwie so vor sich hin. Jetzt nur nicht noch einknicken ... Passierte auch nicht. Zwar dürfte man für das Spiel definitiv keine Vergnügungssteuer erheben, aber es konnte jede Elfe nochmal im Spiel kleine Akzente setzen und sich fast alle in die Torschützenliste eintragen. Die ein oder andere Kombi klappte noch und auch die gefürchtete Nr. 8, die heute die Nr. 9 trug (hinter unserer Wurfgeschoss-Anja, die Frau mit den meisten Toren der Liga bisher), hatten wir ebenso gut im Griff. Ist doch was. Und den Sieg gab´s auch noch für uns. Mit einem 19:23 ging es dann unter die Dusche oder wahlweise ans Kuchenbuffet (in Klotzsche immer sehr zu empfehlen!).

Aber auch wenn dieses Spiel vielleicht (oder sogar ziemlich sicher) nicht DAS Spiel des Jahres mit einem Torfestival, spektakulären Szenen und unbändiger Euphorie war - so hat es doch trotzdem mein Herz unendlich viel höher schlagen lassen (und zwar nicht nur aufgrund meiner noch nicht vorhandenen Kondition...) Mädels: es ist soooo schön wieder unter euch zu sein! Und jetzt reihe ich mich mal in die ganzen Sympathiebekundungen (die völlig zu Recht von allen Seiten kam) der letzten Wochen durch die Handball-WM mit ein: Was man an Zeit und Mühe investiert, bekommt man doppelt und dreifach an emotionalem Wert zurück. Handball ist nicht nur ein Sport, ein Zeitvertreib oder Kater mit und ohne Muskeln - es ist, dank euch, Liebe. Und ihr Mädels meine 2. Familie. Ich werde weiter an euch kleben wie Harz an Janas und Anjas Trainingsball. Und ich hoffe ihr lasst mich auch - eventuelle weitere schöne Zwangspausen exklusive ;) - nie wieder los.

 

Von meiner Handballfamilie liefen heute auf: Kerstin (Tor), Katrin (6/3), Katja K. (1), Katja S. (5), Anne (2), Jana (4), Vivi, Stella (1), Franzi (1), Berit, Jodie (2) sowie meine Wenigkeit (1), das Trainergespann Illi und Jana sowie die Mannschaftsbetreuerinnen Anja und Karo.

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