Am Ende fehlt das Zielwasser – Elfen verlieren auswärts
Am Samstagnachmittag ging es für uns geradewegs in die Stadt des Bieres nach Radeberg. Ein kurzer Blick auf die Tabelle verspricht ein spannendes Spiel und lockt einige ESV-Fans
auf die Auswärtstribüne.
In Gedanken wahrscheinlich noch bei unseren lieben Silberelfen, denen zeitgleich ein schwieriges Spiel in Dresden bevorstand, verschlafen wir den Spielbeginn etwas und müssen beim ersten Blick auf die Anzeigetafel feststellen, dass die Bierstadtheldinnen ja schon drei Tore gemacht haben. Und wir? Wir fühlen uns prompt motiviert, jetzt auch mal ins Spiel zu starten und legen mit einem 4-Tore-Lauf erst einmal nach. „Ah ja, stimmt, Handball spielen können wir ja eigentlich auch!“
15 Minuten später schweift der Blick das zweite Mal auf die Anzeigetafel: 13:7. „Waaaaas?! Wann ist denn das passiert?“Irgendwo zwischen Pfosten, Latte und der magischen Abstoßungskraft des Netzes waren wir ganz schön in Rückstand geraten. Der Schock der Tordifferenz und nicht zuletzt auch Kyras positive Aggressionen und hands-on-Motivationstechniken lassen einen Ruck durch die Mannschaft gehen. Durch eine starke kämpferische Leistung und Teamarbeit gelingt uns der Sprung zur Führung, 13:14. Danach geht es für uns nach zwei etwas unglücklichen Gegentoren mit 15:14 in die Halbzeitpause.
Die zweite Halbzeit startet wacher als der Beginn des Spiels. Die Abwehr hält dicht, und alles, was doch aus Versehen durchschlüpft, wird von unseren Torhüterinnen entschärft. Auf unsere Kastenelfen ist immer Verlass! Nur acht Gegentore in 30 Minuten lautet am Ende die Defensivbilanz der zweiten Hälfte. Nur vorne will der Ball einfach nicht ins Netz. Die Chancen, die wir uns hinten hart erarbeiten, können wir nicht in Tore verwandeln. Wir scheitern schlicht an unserer eigenen Passqualität und der Treffsicherheit. Das können wir besser!
Fazit: Nächste Woche wird das Zielwasser vor dem Spiel getrunken, nicht danach.
Viviane Hauschild